Juhu, wir sind schwanger! Und der Geschlechtsverkehr?

Man hat es lange versucht und jede Möglichkeit genutzt, um Geschlechtsverkehr zu haben und das erträumte Wunschkind zu zeugen. Oder man hat es nicht geplant und auf einmal bleibt die Regel aus. Nach kurzen Schweißausbrüchen, die durch die beiden berühmten Streifen auf dem Schwangerschaftstest verursacht werden, weicht die Panik der Freude. Juhu, wir sind schwanger. Ob Wunschkind oder ungewollte Schwangerschaft, ein Kind ist ein Segen im Leben eines Paares. Doch bereits in der Schwangerschaft ändert sich einiges. Vor allem beim Geschlechtsverkehr, von dem man vorher nicht genug bekommen konnte, sind nun viele Menschen verunsichert, vor allem, wenn die Schwangerschaft in einem fortgeschritteneren Stadium und nun deutlich sichtbar geworden ist.

In den ersten Monaten wie gewohnt Geschlechtsverkehr

In den ersten Monaten der Schwangerschaft ist es keinerlei Herausforderung, Geschlechtsverkehr zu haben. Die Partnerin hat weiterhin ihre gewohnte Beweglichkeit, von der Schwangerschaft ist noch nichts zu erkennen. Außer vielleicht der klassischen und weit verbreiteten Morgenübelkeit, die allerdings nur Geschlechtsverkehr am Morgen verhindert. Und der ist schließlich nicht jedermanns Sache, so dass es keinerlei Einschränkungen gibt. Anders ist es, wenn sich die Übelkeit über den Tag erstreckt. Denn es hat wohl niemand Lust auf die schönste Nebensache der Welt, wenn er das Gefühl hat, gleich ins Bad rennen zu müssen. In diesem Fall gibt es zwar einige Medikamente, um die Übelkeit zu unterdrücken, doch diese wirken nicht in allen Fällen oder haben Müdigkeit als Nebenwirkung. In diesem Fall gibt es keinen Tipp, wie man Geschlechtsverkehr hat, außer: Es gibt eben für einige Zeit keinen Geschlechtsverkehr, richtet euch ein.

Die Frage der Lust

Verläuft die Schwangerschaft ohne Komplikationen, kann es sein, dass Geschlechtsverkehr ebenfalls nicht möglich ist, da die Lust der Partnerin auf die schönste Nebensache der Welt sinkt. Die ist verständlich, denn der Körper der Frau ändert sich in der Schwangerschaft beträchtlich. Zudem gerät der Hormonhaushalt durcheinander. Drängen sie in diesem Fall ihre Partnerin nicht, denn dies erzeugt Stress und Stress ist schädlich für Schwangere. Doch keine Sorge, die Lust der Partnerin bleibt nicht im Keller. Im zweiten Trimester steigt sie wieder an. Denn der Hormonhaushalt hat sich eingepegelt und der Unterleib wird stärker durchblutet, wodurch die Nerven und die Klitoris sensibler werden.

Die Bedenken sind grundlos

Ab dem zweiten Trimester kommen allerdings vor allem bei den Männern Bedenken auf, ob Geschlechtsverkehr noch möglich ist. Der Bauch wächst, die Schwangerschaft wird deutlicher erkennbar und die Vorsicht der Männer steigt, aus Angst, der Frau oder dem ungeborenen Kind zu schaden. Und die Bedenken werden größer, je runder der Bauch wird und die Brust anschwillt. Doch diese Bedenken sind grundlos, er sollte sich in der Schwangerschaft nicht zurückziehen, was die Sexualität betrifft. Im Gegenteil. Denn die schönste Nebensache der Welt ist gut für Schwangere sowie für das ungeborene Kind.

Auf mehreren Ebenen positiv

Geschlechtsverkehr in der Schwangerschaft ist auf mehreren Ebenen positiv. Durch die Stimulation der Beckenregion wird diese noch stärker durchblutet und daher sensibler. Damit steigt die Chance auf einen vaginalen Orgasmus auch für Frauen, die einen derartigen Höhepunkt sonst nicht genießen können. Im dritten Trimester kann der Orgasmus Kontraktionen um Unterleib auslösen. Diese sind allerdings nicht schädlich, weder für die Partnerin noch für das ungeborene Kind. Rückt der errechnete Termin der Niederkunft näher, können die Kontraktionen nach dem Verkehr daher sogar helfen, die Geburt einzuleiten.

Gut für das Kind

Apropos Kind; sollte dieses nach dem Verkehr zappeln, sollte niemand erschrecken. Es beschwert sich nicht über die Aktivität, sondern zeigt, dass es zufrieden ist. Das Kind bekommt einiges von der Zufriedenheit mit, das die werdende Mutter nach dem Orgasmus empfindet und reagiert auf den erhöhten Herzschlag. Zudem profitiert das Kind von der stärkeren Durchblutung des Beckenbereiches, da dadurch die Gebärmutterschleimhaut gestärkt und die Versorgung mit Nährstoffen versorgt wird. Auf diese Weise hilft die schönste Nebensache der Welt in der Schwangerschaft sogar, eine Frühgeburt zu verhindern.

Das ungeborene Kind kann nicht verletzt werden

Dies wurde sogar durch Studien belegt, in denen nachgewiesen wurde, dass das Risiko einer Frühgeburt für Frauen, die Geschlechtsverkehr in der Schwangerschaft hatten, deutlich geringer war als für Frauen, die abstinent lebten. Und keine Angst, dass das Kind verletzt werden könnte, denn es ist optimal geschützt. Der Muttermund ist mit einem Schleimpfropf verschlossen und kein noch so großes Geschlechtsteil des Mannes kann diese Barriere durchstoßen. Dieser Pfropf verhindert auch, dass Samenflüssigkeit in die Gebärmutter gelangt. Infektionen sind daher ebenfalls unmöglich. Wer trotzdem unnötige Bedenken hat, trägt beim Geschlechtsverkehr eben ein Kondom.

Die passenden Stellungen auswählen

Einige Vorsichtsmaßnahmen sind dennoch angebracht, vor allem bei fortschreitender Schwangerschaft und im dritten Trimester. Dies hat aber vielmehr den Grund, dass die Frauen etwas unbeweglicher werden und der Bauch einige Praktiken verunmöglicht. Es gibt daher Stellungen, die eher für Verkehr in der Schwangerschaft geeignet sind als andere. Möglich sind theoretisch alle Stellungen möglich, doch beispielsweise Geschlechtsverkehr im Stehen wird wohl irgendwann unbequem. Sind Stellungen zu anstrengend, sollte davon Abstand genommen werden. Auch auf den Bauch sollte sich die Partnerin irgendwann besser nicht mehr legen. Oralverkehr ist ebenfalls immer möglich, sogar, wenn ärztliche Gründe bestehen, keinen herkömmlichen Geschlechtsverkehr in der Schwangerschaft zu haben.

Die Ausnahmen von der Regel

Ja, es gibt dennoch einige Ausnahmen, was Geschlechtsverkehr in der Schwangerschaft betrifft. Diese sind in der Regel medizinischer Natur. Treten Komplikationen in der Schwangerschaft auf, sollte besser auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden, um diese nicht zu verschlimmern. Statt einem Stelldichein im Bett sollte man sich vielmehr beeilen, einen Frauenarzt aufzusuchen, wenn Komplikationen in der Schwangerschaft bemerkt werden. Bei Unterleibsschmerzen und Bauchkrämpfen sollte der Weg zum Arzt dringend angetreten werden. Generell sollte man die Untersuchungstermine beim Frauenarzt eingehalten werden, denn es könnten auch Gründe für ein Verbot vorliegen, die zunächst nicht bemerkt werden können, etwa eine Schwäche des Muttermunds oder eine Plazenta, die zu tief liegt. Dies sollte vom Frauenarzt diagnostiziert werden.

Keinesfalls bei Genitalherpes

Sind einer oder beide Partner von Genitalherpes betroffen, ist Geschlechtsverkehr ebenfalls tabu, bis die Gefahr einer Ansteckung eingedämmt ist. Vor allem, wenn die Partnerin bislang noch nicht an Genitalherpes litt, ist Verkehr untersagt, wenn der Partner an dieser Krankheit leidet. Denn wenn sie sich in der Schwangerschaft erstmalig mit dieser Krankheit ansteckt, schlägt sich dies negativ auf die Entwicklung des Kindes nieder. Auch mit Verhütungsmitteln sollte verzichtet werden, denn das Risiko einer Ansteckung ist hoch und der Preis zu groß.

Kleine Helferlein und Potenzmittel

Beim Geschlechtsverkehr in der Schwangerschaft sind auch weiterhin alle Spielzeuge erlaubt, die man auch sonst beim der schönsten Nebensache der Welt einsetzt. Zumindest wenn sie keine Schmerzen verursachen. Und auch weitere kleine Helferlein wie Viagra, denn es schadet weder der Frau noch dem Kind. Bei der Zeugung des Kindes sollte Viagra allerdings nicht eingesetzt werden, da der Wirkstoff des Medikamentes die Spermien schädigt, so dass ihnen suggeriert wird, dass sie bereits in Ei eingedrungen sind und es befruchtet haben, obwohl sie noch weit davon entfernt sind, wie Forscher herausgefunden haben.

Viagra in der Schwangerschaft für Frauen

Weitere Untersuchungen zeigen, dass Viagra für Frauen in der Schwangerschaft positive Auswirkungen haben kann. Denn der Wirkstoff des Medikaments sorgt für eine verbesserte Durchblutung des Unterleibes, wodurch Frauen nicht nur mehr Lust auf Geschlechtsverkehr haben, sondern wodurch auch die Schleimhaut der Gebärmutter verstärkt und das ungeborene Kind besser mit Nährstoffen versorgt wird, so dass eine drohende Frühgeburt verhindert und der Zeitpunkt der Geburt hinausgeschoben werden kann. Bitte probiert dies nun nicht im Selbstversuch aus, denn Viagra ist ein Medikament, das Nebenwirkungen haben kann. In einer Schwangerschaft sollten, wie auch sonst, Medikamente nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.